U5 Tunnelsanierung

Bei Tunnelbauarbeiten an der U5 zwischen Reichstag und Pariser Platz, Berlin durch die Walter Bau AG kam es Anfang der 15 KW 1998 zu erheblichen Wassereintritten in die Schild-Vortriebsmaschine.

Grund waren erhebliche Beschädigungen bzw. der Totalverluste von Dichtungsseg-menten an der Vortriebsmaschine.

Um eine Reparatur der Dichtung durch-führen zu können, war die temporäre Gebirgsicherung notwendig. Abgestimmt mit dem Bauherren und dem Berliner Senat wurde dann von EK eine großflächige Schleiervergelung angewendet. Eingesetzt wurde dabei als Material ein Acrylatgel mit herausragenden Eigenschaften. Die Anforderungen waren besonders hoch. Nach der Injektion mußte das Schild noch um 60 cm bewegt werden, der Acrylat-mantel durfte dabei aber nicht reißen. Das Gel durfte nicht am Stahlschild haften und es verkleben, der entstandene Acrylatgel - Sandkörper mußte nach der Schildbe-wegung die Abdichtung gegen 9 bar gewährleisten.

Zur Injektage des Acrylatgürtels wurden mehrere Packerringe angeordnet. Durch diese Packerringe hindurch wurden nun zwei Gelkörper um das betroffene Tunnelsegment ausgebildet. Dann wurde mit den Vortriebsarbeiten begonnen und Gel in die dabei entstehenden Hohlräume nachverpresst. Auch beim Ziehen des Schildschwanzes wurden die entstehenden Hohlräume mit Acrylatgel aufgefüllt.

Die dann freiliegende Dichtung konnte danach problemfrei repariert werden.

Die sehr schnelle Ausführungszeit (Gesamtdauer von Schadensfeststellung bis zur Fertigstellung der Reparatur sieben Wochen) und die problemlose Abwicklung auch einer solch ungewöhnlichen Abdichtungsmaßnahme waren ein großer Erfolg.

Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne als Informationen zu diesem Thema zu: "Acrylatsicherung des Bodens zur Reparatur eines Maschinenschadens", Sonderdruck der Fachzeitschrift Tunnel 6/98, Seiten 17-23